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Goritschang (Bergknappenweg)

Infopunkt · Montafon · 1.382 m
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  • Bergbaulandschaft mit Pingenbergbau
    / Bergbaulandschaft mit Pingenbergbau
    Foto: Prof. Dr. Rüdiger Krause und Mitarbeiter, Institut für Archäologische Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Rüdiger Krause, Montafon-Projekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • / Ausgrabung Goritschang
    Foto: Prof. Dr. Rüdiger Krause und Mitarbeiter, Institut für Archäologische Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Rüdiger Krause, Montafon-Projekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • / Schema Schachtpinge nach Weissgerber
    Foto: Prof. Dr. Rüdiger Krause und Mitarbeiter, Institut für Archäologische Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Rüdiger Krause, Montafon-Projekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Pingenbergbau im Goritschang: Montanarchäologische Quellen zum Bergbau im Montafon

Die ältesten archäologisch belegbaren Bergbauspuren datieren im Montafon in das 11./12. Jh., also in das Hochmittelalter. Ausgrabungen und naturwissenschaftliche Datierungen haben im Goritschang am Bartholomäberg und auf dem Kristberg die Spuren eines kleinteiligen Schachtbergbaus (Schachtpingen) aufgedeckt, der senkrecht von der Oberfläche aus vorgetrieben wurde.

 

Ein kleines Pingenfeld im Goritschang

In Bartholomäberg liegt oberhalb der ausgedehnten Bergbauzone in den Gewannen Knappagruaba und Worms, in etwa 1400 Meter Höhe ein kleines Pingenfeld. Neben dem großen Pingenfeld auf dem Kristberg, sind dies die bislang einzigen Bergbauspuren dieser Art im Montafon. Das Pingenfeld ist wesentlich kleiner als jenes auf dem Kristberg und umfasst nur etwa 15-20 erhaltene Pingen. Auffallend ist wiederum, dass das Pingenfeld topographisch höher gelegen ist als die umfangreichen Bergbauspuren mit Halden und Stollenmundlöchern. Im Sommer 2007 wurde durch eine Pinge ein Baggerschnitt gelegt, um Informationen zum Umfang, zur Tiefe des Schachtes und möglichst auch Daten zur Datierung zu erhalten.

Im Profil erkennt man deutlich die sekundäre Verfüllung des Schachtes aus dunklem, humosem Material, rechts und links davon ist die ringförmige Halde angeschüttet (Abb. 28). Das Ende des Schachtes konnte in dem Profilgraben in etwa 3-4 Meter Tiefe nicht erreicht werden. Zur Klärung des Alters dieses Bergbaus wurden auf beiden Seiten des Schachtes von der alten Oberfläche (links des Schachtes) bzw. aus einem undeutlich zu definierenden Bereich (rechts des Schachtes), der möglicherweise zu einer älteren Bergbautätigkeit oder aus verlagertem Material stammt, je zwei Holzkohlen datiert. Zwei Messungen datieren kalibriert in das 11./12. Jahrhundert n. Chr., also in das Hochmittelalter.

Profilbild von <p>Montafon-Projekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main</p><p>Texte: Prof. Dr. Rüdiger Krause und Mitarbeiter, Institut für Archäologie Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main</p>
Autor

Montafon-Projekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Texte: Prof. Dr. Rüdiger Krause und Mitarbeiter, Institut für Archäologie Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Aktualisierung: 30.01.2019

Koordinaten

DD
47.100768, 9.904615
GMS
47°06'02.8"N 9°54'16.6"E
UTM
32T 568644 5216759
w3w 
///meldet.kinderfilm.rivale
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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