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Pfarrkirche St. Jodok

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In Schruns besteht seit dem 15. Jh. ein dem hl. Jodok geweihtes Gotteshaus, das immer wieder erweitert und umgebaut wurde. Nach einem Brand wurde die Kirche 1682/83 im barocken Stil neu aufgebaut. Aus dieser Zeit stammt der noch bestehende Turm.

In Schruns besteht seit dem 15. Jh. ein dem hl. Jodok geweihtes Gotteshaus, das immer wieder erweitert und umgebaut wurde. Nach einem Brand wurde die Kirche 1682/83 im barocken Stil neu aufgebaut. Aus dieser Zeit stammt der noch bestehende Turm. Das heutige Langhaus wurde 1865-67 im neuromanischen Stil neu errichtet. Während der Vorgängerbau südlich des Turmes stand, wurde das jetzige Kirchenschiff an dessen Nordseite angebaut. Die von außen relativ schlicht wirkende Kirche überrascht im Inneren durch ihre reiche Ausstattung mit Bildern und Statuen. Sie gehört heute zu den selten gewordenen Kirchen, die noch recht einheitlich im Nazarenerstil des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts gehalten sind. Das enorme Deckengewölbe ist aus Holz und spannt sich in einem Bogen über ca. 20 m von Wand zu Wand, sodass St. Jodok zu einem der größten pfeilerlosen Kirchenräume Vorarlbergs wurde.
Im 18. Jahrhundert hatte der Josefsaltar der damaligen Kirche überregionale Bedeutung, da in jener Zeit der ausgeprägten Volksfrömmigkeit viele Menschen ihre tot geborenen Kinder hierher brachten, um sie taufen zu lassen, wenn sie vor dem besagten Altar ein „Lebenszeichen“ von sich gaben. Dabei konnte es sich beispielsweise um eine Hautverfärbung handeln. Wenn der Pfarrer dies als Zeichen anerkannte, wurde das Kind getauft. Die Angehörigen hatten dadurch die Hoffnung, dass die Seele dann in den Himmel kommt. Ein Blick in die umfangreichen Taufregister zeigt, dass auf diese Weise im Laufe der Jahrzehnte Hunderte Säuglinge getauft wurden und in Schruns, wohl im Umfeld der Kirche, ihre letzte Ruhestätte fanden. Verzweifelte Eltern reisten nicht nur aus ganz Vorarlberg, sondern auch aus Graubünden oder Tirol an. Für viele war die Trauer wohl leichter zu bewältigen, wenn sie wussten, dass ihr Kind noch das Sakrament der Taufe erhalten hatte. Die Wallfahrt der totgeborenen Kinder nahm 1785 ein abruptes Ende, als sie von der kirchlichen Obrigkeit als „nicht mehr zeitgemäß“ verboten wurde.

 

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Montafoner Museen
Aktualisierung: 01.04.2020

Öffentliche Verkehrsmittel

Verkehrsverbund Vorarlberg

Anfahrt

von Bludenz auf der L 190 bis Schruns

Parken

Parkplatz Silbertalerstraße (Nähe Kirche)

Koordinaten

DG
47.080488, 9.919077
GMS
47°04'49.8"N 9°55'08.7"E
UTM
32T 569768 5214518
w3w 
///wald.sende.stufe
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Pfarrkirche St. Jodok

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