Kirche

Pfarrkirche

Kirche · Alpenregion Bludenz
Verantwortlich für diesen Inhalt
Amt der Vorarlberger Landesregierung - Kultur Verifizierter Partner 
  • Braz Schule
    / Braz Schule
  • / Schule Braz ca. 1920
  • / Braz Kirche ca. 1950
  • / Braz Kirche ca. 1960
  • / Braz Kirche
Die Pfarrkirche von Braz ist dem heiligen Nikolaus geweiht, dem im Mittelalter besondere Bedeutung für die Abwehr von Wassergefahren zukam.

 In der Funktion als „Wasserpatron“ wurde er während der Barockzeit zunehmend vom heiligen Johannes Nepomuk abgelöst, dessen Figur am Vorplatz der Kirche anzutreffen ist. Wegen der zahlreichen Wildbäche und Murabbrüche war die Gefährlichkeit des Wassers in Braz seit Jahrhunderten präsent. Durch das Ortsgebiet verlief einst eine pfarrliche Grenze zwischen Bludenz und Nüziders. Innerbraz löste sich im 15. Jahrhundert aus dem Pfarrverband von Nüziders, der kirchliche Zusammenschluss mit Außerbraz erfolgte durch ein Dekret Kaiser Josephs II. 1785. 

Die ursprünglich um 1500 errichtete Pfarrkirche erhielt im Wesentlichen im 18. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen. Bedeutenden Anteil daran hatte der aus Braz stammende Pfarrer Franz Anton Leu. Nach mehr oder weniger misslungenen Renovierungen Ende des 19. Jahrhunderts wurde im 20. Jahrhundert der barocke Gesamtcharakter wieder hergestellt. Heute gilt die Pfarrkirche St. Nikolaus als eine der bedeutendsten Barockkirchen der Region. Ein typisches Phänomen ist dabei die Präsenz von Bildhauern aus dem Tiroler Oberland. Josef Klemens Witwer aus Imst, der ebenfalls von dort stammende Joseph Anton Renn und Johann Ladner aus Kappl im Paznauntal lieferten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert Werke für die Pfarrkirche Braz. 

Nicht nur die Skulpturen, sondern auch die barocken Malereien im Inneren des Gotteshauses haben große Bedeutung. Mit Johann Jakob Zeiller, Philipp Jakob Greil und Christoph Klausner sind es auch in diesem Fall vor allem Tiroler Künstler, die ihre Spuren hinterlassen haben. Darüber hinaus konnte sich mit Franz Thomas Leu aber auch ein einheimischer Maler behaupten. Sein Lehrer war Johann Jakob Zeiller aus dem Außerfern, einer der bedeutendsten Tiroler Maler des 18. Jahrhunderts. Er ist der Schöpfer des linken Seitenaltarbildes „Maria Immakulata“ in leuchtendem Kolorit. Franz Thomas Leu, der wie sein Bruder Franz Anton bei Zeiller in die Lehre gegangen war, schuf für die Pfarrkirche seines Heimatortes die Kreuzwegstationen, das Kanzelrückwandbild „Maria mit Jesus und Johannes“ sowie das Vorsatzbild „Maria vom guten Rat“. Einstmals wurden ihm auch die 13 Heiligenfiguren an der Emporenbrüstung zugeschrieben, wobei diese vermutlich eher von Christoph Klausner geschaffen wurden.

 

Profilbild von Christof Thöny
Autor
Christof Thöny
Aktualisierung: 16.03.2021

Öffentliche Verkehrsmittel

Vorarlberger Verkehrsverbund

Koordinaten

DG
47.144956, 9.917006
GMS
47°08'41.8"N 9°55'01.2"E
UTM
32T 569526 5221680
w3w 
///sauren.bindestrich.steile
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
Karten und Wege
  • 1 Tour in der Nähe
Themenweg · Alpenregion Bludenz
Historische ArchitekTour Klostertal / Braz
Top
8,2 km
2:10 h
28 hm
37 hm

 Romanische Flurnamen dominieren im Ortsgebiet von Braz, weshalb davon ausgegangen wird, dass dieser Bereich des Klostertals als erstes besiedelt ...

von Christof Thöny,   Amt der Vorarlberger Landesregierung - Kultur
  • 1 Tour in der Nähe