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Kirche St. Gallenkirch

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Montafon Tourismus GmbH
  • Blick in Richtung Kirche St. Gallenkirch
    / Blick in Richtung Kirche St. Gallenkirch
    Foto: Elisa Schöllhorn, Montafon Tourismus GmbH - Andreas Haller
Karte / Kirche St. Gallenkirch

Die Kirche ist äußerlich eine Verbingung aus Spätgotik und Barock. Jedoch im Inneren der Kirche dominiert der Spätbarocke Stil.

Der Schutzheilige der Kirche in St. Gallenkirch ist der irische Mönch Gallus.

Die Kirche in St. Gallenkirch gehört zu den bemerkenswertesten Kirchenbauten in ganz Vorarlberg. Wir gehen heute davon aus, dass in Bartholomäberg einst die erste Kirche des Tales gestanden hat. Den ältesten Hinweis besitzen wir aber auf die Kirche in St. Gallenkirch, wo nämlich bereits 1305 ein Vorgängerbau der heutigen Kirche genannt wird. Auch der Schutzheilige der Kirche, der irische Mönch Gallus, lässt das hohe Alter der Kirche vermuten. In spätgotischer Zeit kam es zu einem Ausbau des Gotteshauses. Teile aus jener Epoche sind seit der letzten Restaurierung wieder deutlich sichtbar zu Tage getreten, wie das Spitzbogenfenster, der Chorbogenansatz sowie vor allem die Wandbilder (alle im Chor) zeigen. Im "vorarlberg museum" in Bregenz haben sich auch schöne spätgotische Skulpturen aus St. Gallenkrich erhalten, darunter die bemerkenswerte Heiligenfigur des Churer Diözesenpatrons Luzius.

Die Bedeutung St. Gallenkirchs war im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit eine große. Vor allem die günstige Lage an der Handelsroute nach Süden (ViaValtellina) dürfte auch die finanziellen Möglichkeiten zumindest einzelner Bürger verbessert haben. Die Kirchenerweiterung und der Turmbau erfolgten 1669. Der Turm mit dem rechteckigen Sockelgeschoss, der achteckigen Glockenstube sowie der Zwiebelkuppel ist somit eine der ersten Nachahmungen des Bludenzer Vorbildes (vgl. die ehemalige Stadtpfarrkirche St. Laurentius) im Montafon. Es sollten sechs weitere Türme dieser Bauart folgen.

Heute ist die Kriche vor allem für ihr einheitlich spätbarockes Erscheinungsbild bekannt, das sich aus den Erweiterungsbauten beziehungsweise aus der Ausstattung aus den Jahren um 1775 bis 1790 ergeben hat. Das skulpturale Werk ist im Unterschied zu den meisten anderen Kirchen kpnstlerisch nicht zuzuordnen. Wir wissen aber, dass etwa die Kreuzigungsgruppe im Vorzeichen dem Kappler Bildhauer Johann Ladner - er begegnet und auch in der Unterschrofenkapelle - und die Kanzelfigur Moses dem Imster Bildhauer Josef Georg Witwer zuzuschreiben sind, womit auch hier wie in allen anderen barocken Kirchen der Einfluss aus dem Tiroler Oberland deutlich wird.

(Die ViaValtellina Montafon, Juen, Kasper, Rudigier)

outdooractive.com User
Autor
Elisa Schöllhorn
Aktualisierung: 27.09.2017

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad