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Alpinklettern

Plattnitzer Jochspitze Ostgrat (IV-)

· 2 Bewertungen · Alpinklettern · Alpenregion Bludenz
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  • Die Plattnitzer Jochspitze mit ihrem markanten Ostgrat
    / Die Plattnitzer Jochspitze mit ihrem markanten Ostgrat
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • Tierische Begegnung beim Zustieg
    / Tierische Begegnung beim Zustieg
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • Ein alter Sicherungsring. Jedoch nur von historischem Interesse, da der glänzende Klebehaken einen Meter daneben gesetzt wurde.
    / Ein alter Sicherungsring. Jedoch nur von historischem Interesse, da der glänzende Klebehaken einen Meter daneben gesetzt wurde.
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • In den kompakten und rauen Wasserrillenplatten der ersten Seillänge
    / In den kompakten und rauen Wasserrillenplatten der ersten Seillänge
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • Erster Standplatz mit Klebehaken
    / Erster Standplatz mit Klebehaken
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • Am ersten Standplatz. In der zweiten Seillänge geht es rechts um den markanten Block herum.
    / Am ersten Standplatz. In der zweiten Seillänge geht es rechts um den markanten Block herum.
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Herrliche Tiefblicke zum Spullersee
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / in einem der steilen, schrofigen Grataufschwünge (III-)
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Türkisfarbener Spullersee
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Ein luftiger Spreizschrift direkt am Grat
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Auf einem der leichten flachen Gratstsücke
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Ein weiterer sanierter Standplatz
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Zwischen den einzelnen Grattürmen ist es meist einfach, aber oft ausgesetzt
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Tiefblicke zum Spullersee
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Vorbildliche Standplätze
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Auf dem Zackengrat
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Luftige Querung am Zackengrat
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Start in die 6. Seillänge (IV-)
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Die Schlüsselseillänge liegt anhaltend im unteren IV. Grad und führt erst direkt an der Kante, später etwas links von ihr steil den dritten Gratturm empor
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / In der Schlüsselseillänge (SL 6 / IV-)
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Der dritte Gratturm weist einige recht griffarme Passagen auf
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Die mächtige Goppelspitze im Hintergrund
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Vom Stand weg geht es in der 10. Seillänge kleingriffig eine senkrechte Wandstufe empor (III+)
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Auf einer horizonzalen, abschüssigen Leisten quert man bis du den großgriffigen Rissen rechts der Platte
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / In der 10 Seillänge. Plattiges Anstehen und unter dem abdrängenden Bauch nach links queren (III+).
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Eine letzte Rast vor dem finalen Gipfelaufschwung
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Im Gegenanstieg des Abstiegs hinauf zum Westgipfel der Plattnitzer Jochspitze
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Blick vom begrünten Westgipfel der Plattnitzer Jochspitze
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Spullersee
    Foto: Alpenregion Bludenz Tourismus GmbH
  • / Das Ufer des Spullersees läd zum Verweilen ein
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
1800 1950 2100 2250 2400 m km 1 2 3 4 5 Plattnitzer Jochspitze

Luftige, landschaftlich grandiose Gratkletterei inmitten einer atemberaubenden Hochgebirgskulisse. Ausgesetzte Steilaufschwünge, abdrängende Verschneidungen und glatte Platten bis in den IV. Schwierigkeitsgrad fordern einen klettergewandten Bergsteiger. Dieser genießt neben dem kompakten Kalkfels auch die Tiefblicke zum türkis schimmernden Spullersee. 

leicht
5,8 km
7:00 h
528 hm
528 hm

Obwohl die benachbarten Gipfel allesamt höher sind, sticht die Plattnitzer Jochspitze mit ihren markanten Grattürmen vom Spullersee aus sofort ins Auge. Neben dem unschwierigen nordwestseitigen Normalweg, können kletternde Bergsteiger auch den direkten Weg über den kecken Ostgrat wählen. In 12 Seillängen gilt es dabei die sechs Grattürme zu erklimmen. Da jeder Aufschwung seinen ganz eigenen Charakter aufweist, ist die Kletterei äußerst facettenreich: Neben einigen schrofigen Steilstücken, in denen behutsam gestiegen werden will (III-), werden die Grattürme auch über teils extrem exponierte Traversen an messerscharfen Kanten miteinander verbunden. Abdrängende Verschneidungen und Reibungskletterei bis in den IV. Schwierigkeitsgrad an plattigen Pfeilern runden das Anforderungsprofil ab. Die Route wurde vor einigen Jahren saniert. So sind die Standplätze vorbildlich mit Klebehaken eingerichtet und an den schweren Stellen ist eine ausreichende Absicherung mit Bohrhaken vorhanden - vorausgesetzt der IV. Grad stellt nicht das persönliche Limit dar! Der sich fast schon zwanghaft wiederholende Blick hinab zum karibikblauen Spullersee büßt auch nach dem letzten Gratturm nichts von seiner Faszination ein. Absolute Empfehlung für kletternde Bergsteiger bzw. bergsteigende Kletterer!

Autorentipp

An heißen Sommertage sorgt ein Bad im Spullersee nach der Tour garantiert für eine schnelle Abkühlung.

outdooractive.com User
Autor
Christian Reiser 
Aktualisierung: 30.08.2019

Schwierigkeit
IV- leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Plattnitzer Jochspitze, 2318 m
Tiefster Punkt
Spullersee, 1832 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
200 m, 1:00 h
Wandhöhe
300 m
Kletterlänge
500 m, 6:00 h
Abstieg
500 m, 1:00 h
Standplätze
mit Bohrhaken
Zwischensicherung
vereinzelt Bohrhaken, Normalhaken
Seillänge
1 x 60 m
Anzahl Expressschlingen
6

Sicherheitshinweise

Auch wenn die Absicherung mit Bohrhaken gut ist, darf der IV. Schwierigkeitsgrad bei der Tour nicht das persönliche Limit darstellen. Bei den ausgesetzten Traversen sind teilweise Zwischensicherungen mit Köpflschlingen möglich. Sicheres Steigen in den Schrofenflanken unabdingbar um nachfolgende Seilschaften nicht zu gefährden.

Ausrüstung

Einfachseil, ca. 6 Express-Schlingen und Schlingen für Köpfl.

Bei Bedarf kleines Klemmkeilsortiment.

Start

Spullersee (1835 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.159370, 10.073835
UTM
32T 581395 5223433

Ziel

Spullersee

Wegbeschreibung

Zustieg (ca. 1h)

Vom Parkplatz/Haltestelle am Spullersee geht es auf breitem Schotterweg entlang des Südufers. Kurz vor Erreichen der Südstaumauer zweigt nach rechts den Hang hoch ein unbeschilderter Pfad zur Ditteshütte ab. Diesem Pfad folgend passieren wir die Hütte und steigen weiter auf schwachen Pfadspuren auf den mit Latschen und Büschen bewachsenen Rücken. Nach einem steilen, blockigen Schuttfeld stehen wir am Einstieg der markanten südseitigen Wasserrillenplatten. Hier befindet sich der Einstieg.

Route

1. Seillänge (IV / 35 m): Den leichtesten Weg durch die herrlich rauhe und kompakte Wasserrillenplatte suchen (keine Bohrhaken und bis auf eine Sanduhr keine Möglichkeit zur mobilen Sicherung!). Oben gebohrter Standplatz an der Platte im Boden vor dem markanten Block. Alternativ vom Einstieg über die linksseitig begrenzende Schrofenrinne (II) hinauf zum Standplatz.

2. Seillänge (IV- / 35 m): Rechtsseitig um den markanten Block und hinauf in einen kleinen Kessel direkt zu dem Riss. Durch die rechte, abdränge Verschneidung mit Ausstieg über die rechte Kante (schlechte Tritte, kräftig, Bohrhaken vorhanden) und weiter zu Standplatz.

3. Seillänge (I-II / 50 m): Einfach über den zackigen Grat. Teilweise können einzelnen Gratzacken auch rechts umgangen werden.

4. Seillänge (II - III / 35 m): Über den steilen, schrofigen Augschwung zum Standplatz (brüchig!).

5. Seillänge (I - II) / 45 m): Einfach über den Grat. Einzelne Gratzacken können umgangen werden. 

6. Seillänge (IV- /  35 m): Vom Standplatz zunächst direkt an der Kante empor, bis einen die glatte, trittarme Platte zwingt an geeigneter Stelle nach links um die Kante zu wechseln. dort den Bohrhaken folgend gerade hinauf - zuletzt leichter (Schrofen, brüchig!) - zu Standplatz (anhaltend IV-, ausreichende Absicherung). 

7. Seillänge (I - II / 60 m): Einfach direkt am Grat zu Standplatz.

8. Seillänge (III- / 40 m): Über Grasig-schrofigen Steilaufschwung zu Standplatz.

9. Seillänge (I - II und III/ 30 m): Ausgesetzt aber einfach auf dem Grat bis zu einem steilen Abbruch. Diesen schwer (III / Borhaken) auf der rechten Seite (in Begehungsrichtung) abklettern, kurz abrängend nach rechts queren und mit Spreizschritt die Lücke überwinden. Einfach im Gehgelände weiter zu einer markanten plattigen Wandstelle (Standplatz).

10. Seillänge (III+ / 35 m): Vom Stand weg schwer den feinen vertikalen Rissstrukturen in gerader Linie bis zu der schmalen, waagerechten Leiste folgen. Dort auf kleinen, abschüssigen Tritten nach rechts queren. In gutgriffigem Fels dem Riss gerade hinauf folgen und rechts am Überhang vorbei zu schrofigem Absatz. Von dort dem Bohrhaken rechts der Kante über eine plattige Wandstelle folgen, bis der abdrängende Bauch den Ausstieg nach links erzwingt. Danach zu bereits eingerichtetem Blockstand (Drahtschlinge).

11. Seillänge (II / 40m): Einfach auf dem Grat und schließlich eine Stufe abkletternd in die letzte Scharte vor dem Gipfel zu Standplatz (Kreuz bereits sichtbar).

12. Seillänge (III- / 20 m): Den einfachsten Weg suchend über das linksseitig gut gestufte Gelände und schließlich in einer Rechtsquerung auf einem ausgesetztem Band zum Gipfelkreuz aussteigen.

Abstieg (ca. 1h)

Vom bekreuzten Ostgipfel auf einfachen Pfaden am schönen Grasgrat hinüber zum Westgipfel. Von dort nordseitiger, wegloser Abstieg über die Schrofenflanke bis zu einer aus der Entfernung bereits sichtbaren  Weggabelung. Hier nach rechts abbiegen und den Markierungen zur Ravensburger Hütte folgen (Farbmarkierungen "RV"), bis der Pfad schließlich auf den breiten Schotterweg am Südufer des Spullersees trifft. Von hier in wenigen Minuten zurück zum Parkplatz/Haltestelle.

 

 

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem Zug nach Reutte. Von dort mit dem Lechtaler Wanderbus bis Warth und von dort mit dem Ortsbus Lech nach Lech. Mit der Linie 6 von dort direkt zum Spullersee.

Busfahrpläne für den Lechtaler Wanderbus gibt es hier und für den Ortsbus Lech hier.

Anfahrt

Von Westen über den Hochtannbergpass, von Osten über Reutte kommend auf der B198 nach Warth. Dort nach Lech abbiegen. Im Ortsteil Lech-Zug bis zur Mautschranke fahren. Weiter auf der Mautstraße (15,-€ / zwischen 08:00 Uhr und 16:30 Uhr für den Individualverkehr gesperrt) bis zum Abzweig nach links hoch Richtung Spullersee. Direkt an der Staumauer parken (kostenlos).

Parken

Kostenloser Parkplatz direkt an der Staumauer.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Alpenvereinsführer alpin: 

Bregenzerwald- und Lechquellengebirge

Das kostenlose Topo gibt es als PDF-Datei zum Download auf der homepage der Ravensburger Hütte.

Kartenempfehlungen des Autors

AV-Karte: 

Lechtaler Alpen - Arlberggebiet

(1:25.000)


Fragen & Antworten

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Bewertungen

4,5
(2)
Christian Häuser 
08.11.2017 · Community
Ein Video sagt mehr als 1000 Worte :) https://youtu.be/1TSHUI2O8Vw
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Gemacht am 17.10.2015
Christian Häuser 
08.11.2017 · Community
Ein Video sagt mehr al 1000 Worte :)
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Gemacht am 14.10.2017
Daniela Faust Girón  
Die atemberaubende Landschaft ist jede Mühe dieser Tour wert! Um den Spullersee herum ragen die faszinierenden Berge, mit ihren steilen, teils grasigen, teils senkrecht geschichteten Wänden empor. Die Mischung aus Gebirgsbächen, sanften Grashügeln, markanten Bergen und dem milchig blauen See erzeugen eine kaum zu übertreffende Kulisse, für diese abwechslungsreiche Kletter-Tour.
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Gemacht am 29.07.2017
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Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
IV- leicht
Strecke
5,8 km
Dauer
7:00 h
Aufstieg
528 hm
Abstieg
528 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Geheimtipp Gipfel-Tour Grat

Statistik

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