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Bergtour

Auenhütte, Hoher Ifen, Diedamskopf, Falzer Kopf, Kreuzmandl, Steinmandl, Schwarzwasserhütte, Auenhütte

Bergtour · Kleinwalsertal
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Peter Roth
  • Hoher Ifen
    / Hoher Ifen
    Foto: Peter Roth, Community
  • Impression mit "Großer Widderstein"
    / Impression mit "Großer Widderstein"
    Foto: Peter Roth, Community
  • Diedamskopf
    / Diedamskopf
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  • Gipfelkreuz "Falzer Kopf"
    / Gipfelkreuz "Falzer Kopf"
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  • Kreuzmandl
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  • Steinmandl
    / Steinmandl
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  • / Trettachspitze
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  • / Gipfelkreuz "Steinmandl"
    Foto: Peter Roth, Community
1500 1800 2100 2400 2700 m km 5 10 15 20 25 29,7 km Länge

Schmerz vergeht, Stolz bleibt.
schwer
29,7 km
7:27 h
2545 hm
2552 hm
Eine lange Runde, die über den Hohen Ifen zum Diedamskopf führt. Der Rückweg folgt den Gipfeln von Falzer Kopf, Kreuzmandl und Steinmandl und wieder hinunter über die Scharzwasserhütte zum Parkplatz bei der Auenhütte.

Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2224 m
Tiefster Punkt
1259 m

Sicherheitshinweise

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich

Wegbeschreibung

Der Wetterbericht dieser Tage lässt einen nicht zur Ruhe kommen. Es käme einer Sünde gleich sich der vorgenommen Arbeiten zu Hause an zu nehmen und nicht nach draußen zu gehen. Schon seit längerem wollte ich mal auf den „Hohen Ifen“ und da ich nichts mehr hasse, wie einen Weg rauf wie auch runter zu laufen, habe ich mir eine Runde ausgeguckt – eine Lange Runde!

Die Stationen führen wie im Titel beschrieben zu den Primärzielen „Hoher Ifen“, „Diedamskopf“ und wieder hinunter über die „Schwarzwasserhütte“, zum Ausgangspunkt der „Auenhütte“.

Ausgangspunkt ist wie gesagt die „Auenhütte“ im Kleinwalsertal. Der Parkplatz ist trotz der relativ späten Stunde, es ist schon nach neun, recht leer. Was ich als sehr angenehm empfinde, denn dann ist es nicht so überlaufen. Der Grund ist schnell ausgemacht, die Bahn ist außer Betrieb. Umso besser.

Der Aufstieg zum „Ifen“:

Gleich neben der Talstation führt die schmale Teerstraße hoch bis zur Mittelstation, von hier geht der Weg in einen Bergpfad über, den man bis zu einem Abzweig unterhalb der Ifen-Kante folgt um sich dann über ein Geröllfeld und einen kleinen befestigten Steig hoch zu arbeiten. Die Schilder warnen „Nur für Geübte!“ und so ist es auch, nicht schwer, aber Schwindelfreiheit sowie Trittsicherheit sind absolut erforderlich. Nach dieser Hürde findet man sich auf dem grasbewachsenen Plateau wieder, dessen sanfter Anstieg zum ersten Ziel führt. Seine 2229m bieten einen eindrucksvollen Logenplatz für die Bühne der Allgäuer- und Vorarlberger-Alpen. Spannend auch der Blick nach unten, wenn man am Gipfelkreuz steht. Die markante Abrisskante fordert hier ihren Tribut – weiche Knie.

Der Weg zum und auf den „Diedamskopf“:

Als ich die Tour am Vorabend schnell zusammen geschustert hab, wusste ich nicht, dass auf den „Diedamskopf“ auch eine Bahn hoch geht. Das war auch gut so, denn die Bergstation ist vom Ifen gut zu sehen und ich erliege der Illusion: „Das kann er nicht sein, der ist auch viel zu weit weg!“. Ja, er ist weit weg und so ein Track ist schnell zusammen geschustert am PC. Tja schnelle Finger können einem zu ganz schönem Brennen in den Beinen verhelfen. Und die wollen heute nicht so recht, was mir beim Aufstieg zum Ifen schon klar wurde. Egal, man muss ja keine Bestzeit aufstellen und so lauf ich halt auf „ankommen“.

Es geht nun erst mal bergab, wieder säumen kleine Kletterstellen den Weg die allesamt mit Stahlseilen gesichert sind. Vorbei an der „Ifertsgundalpe“ bewegt man sich auf ungefährlichem Terrain, über Wiesen und Felsen. Die „Halden Hochalpe“ kreuzt den Weg, oberhalb derer ein kleines Gipfelkreuz zur Orientierung dient. Kilometer um Kilometer muss man sich in Richtung „Diedamskopf“ vorarbeiten, was mir aber nichts ausmacht, es bleibt Zeit die Landschaft zu genießen und über „Gott und die Welt“ nach zu denken. Von weithin ist die Gipfelstation zu sehen und ein Verlaufen somit nahezu nicht möglich, daher gehe ich nicht weiter auf die Wegführung ein. Wie bei Gipfeln mit Bergbahnen üblich, ist ein erhöhtes Menschenaufkommen zu vernehmen, mit allen menschlichem das damit verbunden ist, wie bockige Kinder, streitende Ehepaare und interessante Outdoorartikel wie Lidl-Tüten. Egal, die Berge gehören allen und wem es Freude macht, der soll rauf gehen und genießen. Das Gipfelglück koste ich nicht allzu lange aus, aber der Blick auf Schoppernau lässt mich unweigerlich an das Lied von HMBC, „Vo Mello bis ge Schoppernou“, denken und leise summen.

Zum „Steinmandl“:

Jetzt geht’s erst mal wieder runter. Ich versuche mich daran zu erinnern wie das Höhenprofil aussah am PC, aber da ich wusste ich habe noch ein paar Gipfel eingegeben, ist klar dass es wieder hoch gehen muss. Nächster kurzer halt ist am Gipfelkreuz eines Bergs dessen Namen ich leider nicht kenne und ich auch in der Karte nicht finden kann. Über einen schmalen Pfad kommt man zum „Falzer Kopf“, der hat außer einer Wegmarkierung nichts zu bieten. Nichts zu bieten? Nicht ganz, er legt den Blick zum „Kreuzmandl“ frei, und somit auch die Ernüchterung, das es wieder erst mal runter geht und dann wieder hoch. Der Wegweiser am „Kreuzmandl“, der in Richtung „Steinmandl“ zeigt, warnt wieder vor alpinen Gefahren, die der kommende kurze Steig bietet. Sie sind wiederum ernst zu nehmen, befindet man sich jedoch darauf, bietet sich eine eindrucksvolle Aussicht auf das zurückliegende Tal, dessen grasbewachsenen Hänge, von einer Schlucht vernarbt wurden. Den Gipfel des nun folgenden „Steinmandl“ konnte ich ganz allein genießen. Er bietet eines der schönsten Gipfelkreuze, das ich kenne. Mit der Sonne im Rücken und der Gewissheit, dass dies der letzte Gipfel dieses Tages sein wird, versuche ich nochmal die Eindrücke auf zu saugen und lasse meine Blick in die Allgäuer Alpen schweifen. Am auffälligsten ist hier die „Trettachspitze“ deren markantes Profil, ganz im Gegensatz zum Blick von Immenstadt her, heraussticht.

Der Abstieg:

Bis hinunter zur Schwarzwasserhütte muss man noch ein bisschen Obacht geben, aber dann ist es ein angenehmer Wanderweg, bei dem man gelegentlich vom kristallklaren Schwarzwasserbach begleitet wird. Ab der „Melköde“ bewegt man sich auf einer Fahrstraße. Solche Passagen verkürze ich mir vornehmlich mit Hörbüchern, oder meinem Französischkurs, im Ohr.

Ja und kaum sind acht Stunden vorbei steht man am Parkplatz, freut sich über das Erlebte und Geleistete, der kommenden gekühlten Cherry Coke und der Gewissheit das – „Schmerz geht und Stolz bleibt.“ Viel Spaß beim Nachlaufen.

Anfahrt

Über B19, dann ins Kleinwalsertal

 

Parken

Auenhütte. 3€/Tag Stand 19.10.12

 

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


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Schwierigkeit
schwer
Strecke
29,7 km
Dauer
7:27 h
Aufstieg
2545 hm
Abstieg
2552 hm

Statistik

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Höchster Punkt
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