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Gasthof  

Gasthaus zum Weißen Kreuz

Gasthof • Montafon
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Montafon Tourismus GmbH
  • Ehem. Gasthaus Weißes Kreuz um 1920
    / Ehem. Gasthaus Weißes Kreuz um 1920
    Foto: Elisa Schöllhorn, Die ViaValtellina Montafon
  • Weißes Kreuz Familie Schwarzhans 1921
    / Weißes Kreuz Familie Schwarzhans 1921
    Foto: Elisa Schöllhorn, Die ViaValtellina Montafon
Karte / Gasthaus zum Weißen Kreuz

Weißes Kreuz, Vergalda

Eine Talschaft, deren Schönheit amtlich beglaubigt ist: Das Gargellental, das sich vom Montafoner Ort St. Gallenkirch bergwärts nach Südosten erstreckt, ist «ain schöns, auch lustigs und fruchtbars Tal». Das hält der Bludenzer Vogteiverwalter David Pappus 1610 fest.

Noch älter als die amtliche Beglaubigung der Anmut des Tales ist die Gastwirtschaft. Der Bludenzer Vogteiverwalter erklärt nämlich, dass in dieser Talschaft «ain würtshaus oder tafern wegen der durchraisenden jederzeit geweßt und noch ist».

Wenn auch vielleicht nicht seit allen Zeiten, so legen Reisende sicher seit 1513 in Gargellen einen Halt ein. Zu dieser Zeit wird bereits ein Zacharias Mann als Wirt erwähnt. David Pappus selbst nächtigt am 19. August 1610 bei einem Wirt namens Christian Digein im heutigen Ortsteil Vergalda.

Gerade Vergalda war damals weitherum, wohl auch weit über die Grenzen hinaus bekannt. Das zeigt sich heute noch in einem Haus, das einst als Säumerstation «Zum Weissen Kreuz» bekannt war. In die Stubendecke dieses Hauses ist ein altes Wirtshausschild eingefügt, das ein weisses Kreuz und die Jahreszahl 1782 zeigt. Und auf der Rückseite des Schildes steht: «Osteria da Croce Bianca».

Italienisch in den Montafoner Bergen? So abgelegen das Gargellental heute auch erscheinen mag, so zogen über Jahrhunderte hinweg doch Säumer hier durch. Sie brachten über das Schlappiner Joch den Veltliner Wein ins Montafon, in der Gegenrichtung wurde vor allem Viehhandel mit dem Prättigau betrieben, Tiere gelangten aber auch bis auf die Märkte in Oberitalien.

Neben dem einstigen Gasthaus «Zum Weissen Kreuz» in Vergalden befanden sich darum auch eine grosse Stallung für die Saumpferde sowie die Werkstatt eines Huf- und Nagelschmieds. Und weiter talabwärts, beim Zuggawald, rastete man in einem heute noch erhaltenen Säumergasthaus. Hier dürfte man die Waren im gewölbten Keller des Hauses zwischengelagert haben, für die Pferde gab es einen mächtigen, heute allerdings nur noch ruinenhaft erhaltenen Stall.

Der alte Säumerweg über das Schlappiner Joch ist heute übrigens als Etappe des Weitwanderwegs «Via Valtellina» wieder gut nutzbar.

 

 

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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