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Litzkapelle Schruns

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  • Litzkapelle Schruns
    / Litzkapelle Schruns
    Foto: Prof. Dr. Rüdiger Krause und Mitarbeiter, Institut für Archäologische Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Rüdiger Krause, Montafon-Projekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Madonna in der Litzkapelle
    / Madonna in der Litzkapelle
    Foto: Prof. Dr. Rüdiger Krause und Mitarbeiter, Institut für Archäologische Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Rüdiger Krause, Montafon-Projekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Kaart / Litzkapelle Schruns

Die Litzkapelle steht an der Straßenabzweigung Außerlitzstraße-Montjola. Sie entstand 1688 in Zeiten barocker Volksfrömmigkeit und ist Ausdruck des aufblühenden lokalen Wallfahrtsgedankens.

Von der Litzkapelle aus auf den Spuren der alten Bergleute

Die kleine Litzkapelle stellt nach Auffassung des Volksmundes den Ausgangspunkt des Bergknappenwegs dar, der vom Talboden in Schruns bis hinauf in die Bergbauzone am Bartholomäberg in die Knappagruaba führt. Es herrscht die Ansicht, dass es sich um eine alte Wegeführung handelt, die von den Bergleuten auf dem Weg in die Bergbauzone hoch oben am Bartholomäberg benutzt wurde.

Für das späte Mittelalter ist aus den historischen Quellen bekannt, dass die Bergleute unten in der Siedlungszone wohnten und täglich in die Bergbauzone aufstiegen. Dieser sog. „Bergknappenweg“ führt von der Litzkapelle (700 m) an der Montjolastrasse in Schruns über die Montjola zur Kirche von Bartholomäberg (1089 m) und von dort in Serpentinen hinauf in die Bergbauzone der Knappagruaba in rund 1350 m Höhe.

Hinweise aus der historischen Überlieferung für eine Authentizität der Wegeführung liegen kaum vor. Eine Ausnahme bildet ein barockzeitliches Aquarell aus dem Jahr 1740. Darauf ist die Kirche mit Pfarrhaus von Bartholomäberg zu sehen, von wo aus in Serpentinen ein Weg bergauf führt, auf dem zwei Bergleute mit geschulterten Hauen zur Silbergrube im Widumwald (Obwald) gehen. Vor dem Stolleneingang entleert ein Bergmann eine Schubkarre.

Weitere Informationen und neue montanarchäologische Forschungen zum Bergknappenweg finden sich unter Station 5.

 

Zur Sage um die Litzkapelle

Die Litzkapelle wurde im Jahr 1690 von Johann Haselbander erbaut. Ihre Gründung und die Herkunft der viel verehrten Madonnenstatue der Mutter Gottes sind in Form einer Sage überliefert. Der zufolge befand sich am Standort der heutigen Kapelle einst ein Birnbaum, der im Herbst 1689 besonders viele Früchte trug. Sein Besitzer, Johann Haselbander gelobte, falls der Baum einmal verdorrte, er an seiner Stelle sogleich eine Kapelle erbauen würde. Bereits im folgenden Frühjahr trug der Baum keine Blätter mehr und verdorrte. Haselbander hielt Wort und errichtete an seiner Stelle die Kapelle.

Ähnlich verhielt es sich der Sage nach mit dem Madonnenbild, das lange Jahre auf einem Dachboden in Satteins gestanden haben soll. Unerklärliche Vorgänge um das Standbild veranlassten die drei Geschwister schließlich dazu, einen geeigneten Standort in einer Kirche zu suchen. Vielerorts wurden sie abgewiesen, da bereits ein Madonnenstandbild vorhanden war und kein zweites benötigt wurde, bis sie schließlich das Standbild der Litzkapelle überließen, wo sie bis heute verehrt wird. Bei der Madonnenstatue handelt es sich um ein Werk des Tiroler Barock-Bildhauers Melchior Lechleitner aus Grins. In der Kapelle findet sich ferner ein Deckengemälde der Unbefleckten von Johann Jakob Bertle aus Schruns.  

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Montafon-Projekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Texte: Prof. Dr. Rüdiger Krause und Mitarbeiter, Institut für Archäologie Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Laatste wijziging op: 2018-11-27

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