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Die Schlacht auf Spora

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  • Die Schlacht auf Spora
    / Die Schlacht auf Spora
    Foto: Christina Wachter, www.kfm.at
Kaart / Die Schlacht auf Spora

Alpgeschichte: "[...] vor jaren diß orts im Schweizerkrieg beschehen, und in dieser albb Sporren in ainem weiten moß, so zwischen den käsern und dem gemelten fellssächten gebürg gelegen, durch der Montafonner redlich- und standhafftigkhait bey ainhundert und dreißig Prettigewer erschlagen worden. Darvon noch heutigs tags allerlay warzaichen von haubtschidlen und kriegsrustungen befunden werden."

Hier in ainem weiten moß - in einem weiten Moor - soll also die Schlacht auf der Alpe Spora stattgefunden haben? Anscheinend haben die "redlichen Montafoner" hier 130 Prättigauer aus einem Hinterhalt heraus erschlagen. Als Beweis lägen allerlei Schädel und Kriegsrüstungen verstreut herum...

So beschrieb es David von Pappus, der im Sommer 1610 die Grenzgebiete der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg bereiste und diese beschreiben sollte. Keine historische Quelle belegt diese angebliche Schlacht und auch der Vorarlberger Historiker und Landesarchivar Manfred Tschaikner zweifelt diese Schlacht an.

(...) dass im September 2010 durchgeführte archäologische Untersuchungen des besagten Moors in dieser Frage ergebnislos blieben. Es wurden zwar Objekte aus Eisen gefunden, diese standen jedoch nicht im gewünschten kriegerischen Zusammenhang. 40 ha wurden von den Archäologen abgesucht und dabei Artefakte entdeckt, die eine Begehung des Gebietes in vorgeschichtlicher und römischer Zeit beweisen. Die ältesten Funde gehen in die Zeit von 1550 - 1330 v. Chr. zurück. Der einzige Fund, der in den zeitlichen Rahmen der angeblichen Schlacht auf Spora fällt, ist eine Bauernwehr. Mit einer einzigen Bauernwehr lässt sich jedoch keine Schlacht gewinnen. (Zitate aus der Broschüre)

Ob Mythos oder Historie, dieser Platz hat Geschichte! Tatsächlich wurden hier am Talboden bei Ausgrabungen verschiedene Gegenstände aus der Spätbronzezeit, der Römerzeit und aus dem Mittelalter  gefunden (s.o.). Mich interessierte vor allem die Bauernwehr, die eigentlich nichts anderes ist als ein großes Messer, einer Machete ähnlich - die Waffe des einfachen Volkes im Mittelalter. Fasziniert von der Vorstellung, was sich alles an diesem geschichtsträchtigen Ort abgespielt haben mag, integrierte ich in diesen dritten Baum ein Fries mit Schnitzereien, die verschiedene Bauernwehren darstellen - sowie ein zweites Band mit an Hauszeichen angelehnte Figuren, die recht kämpferisch daherkommen. Dazwischen findet der genaue Betrachter eine Darstellung der Drusentürme (= Die Drei Türme) - als dezenter Hinweis darauf, vor welch phantastischer Bergkulisse wir uns gerade befinden. Zusätzlich hat mir Markus drei Prototypen einer Bauernwehr im Massstab 3:1 geschnitzt, die nun aus der Wurzelkrone herabbaumeln.

 

Quelle: www.kfm.at

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Auteur
Christina Wachter
Laatste wijziging op: 2015-03-12

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